"Eala frya Fresena - seid gegrüßt, freie Friesen!"

Wer mit dem Auto anreist sieht den Wahlspruch der Ostfriesen schon an der Autobahn stehen.
„Eala frya Fresena - seid gegrüßt, freie Friesen!" So lautete der Gruß der stolzen Friesen im Mittelalter. Und die Friesen waren wirklich frei! Bedingt durch die Natur ihres Lebensraumes zwischen Meer und Moor war es ihnen gelungen, Begehrlichkeiten auswärtiger Grafen immer wieder abzuwehren. Im Kampf gegen die Normannen hatten sie sich und der übrigen Welt bewiesen, dass gemeinschaftliches Handeln auch ohne Hilfe von außen zum Ziel führen kann. So setzten sie sich nun gegen die Grafen aus Sachsen und Westfalen, die hier ihre Herrschaft etablieren wollten, erbittert zur Wehr. Ab dem Jahr 1100 etwa konnten die Friesen sich „friesch und fry“ nennen. Die Friesen entwickelten seit der Mitte des 12. Jahrhunderts ein Gegenmodell zur sonst in ganz Europa üblichen feudalen Gesellschaftsstruktur. Zwar war der König ihr Herr. Aber dann kamen auch schon sie, die friesischen Bauern. Sie waren freie Hofbesitzer, die ihren eigenen Boden bewirtschafteten. Es gibt keine europäische Landschaft, in der im Mittelalter die Überlieferung des geschriebenen Rechts so dicht ist wie in Friesland.

Sind Sie neugierig geworden auf die "Friesische Freiheit"? Mehr darüber erfahren Sie in der Broschüre "Eala frya Fresena. Die Friesische Freiheit im Mittelalter", von der Ostfriesland-Stiftung der Ostfriesischen Landschaft 2003. Sie können sie im Shop der Ostfriesischen Landschaft bestellen:
Infos unter www.ostfriesischelandschaft.de

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