Ebbe und Flut - wie geht denn das?

Das Geheimnis der Gezeiten ist gar keins. Denn allein die Anziehungskraft von Mond und Erde - sowie die Fliehkraft der Erde - bewegen das Meerwasser. Auf der mondnahen Seite der Erde ist die Anziehungskraft des Mondes stärker als die Fliehkraft der Erde. Dadurch wird hier das Meerwasser zum Mond hingezogen, es entsteht ein so genannter Flutberg. Auf der vom Mond abgekehrten Seite der Erde ist aber die Fliehkraft der Erde größer als die Anziehungskraft des Mondes. Deshalb entsteht auch hier ein zweiter Wasserberg. Aus den dazwischen liegenden Gebieten fließt das Wasser fort. Dort herrscht Ebbe. So einfach ist das. Jedoch wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen addieren sich die Anziehungs- und Fliehkräfte. Wenn dies geschieht, kommt es zu besonders hohen Fluten, den so genannten Springfluten (Springtide). Die Flut fällt dagegen geringer aus, wenn Sonne, Mond und Erde in einem rechten Winkel zueinander stehen. Bedingt durch diese Stellung wirken die Anziehungskräfte von Sonne und Mond in unterschiedliche Richtungen. Es entsteht die Nippflut, auch Nipptide genannt. Alles klar?

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